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  • Nora

Bist du auch fokussiert genug?

Aktualisiert: Juni 18

Wie ich den Fokus verloren habe, und konkreten Tipps, wie du ihn behältst!


Ich habe heute meine erste Podcast-Folge über das Schreiben und Verlegen von Kinderbüchern online gestellt 🤩! Darin gebe ich Tipps, wie man den Fokus behält.



Was das jetzt mit dem Thema Self-Publishing zu tun hat, fragst du dich?


Nun, irgendwie Alles.

  1. Fokus braucht man überall im Business, genauso wie im Privatleben – aber ganz besonders beim Schreiben von Büchern 😁

  2. Ich habe meinen Verlag vor fünf Jahren gegründet und trotzdem hat es mich erwischt: Ich habe letztes Jahr meinen Fokus verloren – und es ist langwierig und mühsam, ihn wiederzufinden und Verlorenes aufzuholen

  3. Dieser ganze Prozess löste die Idee zum Podcast überhaupt erst aus!

Hier geht´s zur Podcast Folge #1 >>



Was bedeutet es also, fokussiert zu sein?


Wie ich in der Zwischenzeit gelernt habe, gibt es mehrere Arten von Fokus – kurzfristigen bis langfristigen. Die zwei wesentlichen Aspekte, die bei mir hängen geblieben sind, sind:

  • Kurzfristiger Fokus ist gleichbedeutend mit Konzentration: Dank ihr kann man in der Zeit, die man investiert, produktiver und/oder kreativer sein. Angeblich braucht man rund 20 Minuten, um sich nach einer Arbeitsunterbrechung wieder konzentrieren zu können.

  • Langfristigen Fokus kann man mit Zielsetzung bzw. Zielgenauigkeit gleichsetzen 🎯: Ohne Ziel ist es unwahrscheinlich, dass du am Ende einer gewissen Zeitspanne dort landest, wo du gerne hin würdest. Wenn dir hier der Fokus fehlt, dann wirst du das Gefühl haben, nicht voran zu kommen.


In beiden Fällen ist es so: Fehlt dir der Fokus, hast du deine Zeit schlecht genutzt, was dazu führt, dass du den Dingen immer nachlaufen musst. 🤯


Du bist nur mehr reaktiv, statt proaktiv! 😱



Hier also meine 7 konkreten Tipps, wie du es besser machst als ich, und deinen Fokus behältst:


Noch vorweg: Meine Tipps formuliere ich in Bezug auf meine Tätigkeit als Autorin und Verlegerin, sie sind aber im Wesentlichen allgemeingültig und können auf jede Art von Tätigkeit umgelegt werden.


1. Kenne deine Motivation

Du brauchst einen guten Grund, das zu tun, was du tust. Für mich selbst habe ich beispielsweise drei zentrale Gründe gefunden, weshalb ich meinen Job mache bzw. machen möchte:

  • Ich vermittle gerne Wissen – deshalb schreibe ich auch über Geschichtliches und Biografien. Die werden übrigens auch von Erwachsenen gerne gelesen, weil sie so schön vereinfacht sind 😉

  • Bei meinen Projekten kann ich dadurch auch laufend selbst etwas dazulernen – das ist mir ebenfalls sehr wichtig.

  • Bei Kinderbüchern kommt zum Schreiben noch ein zusätzliches Element hinzu: die Illustrationen. Ich liebe den kreativen Prozess, und an deren Entstehung mitzuwirken.


2. Habe klare Ziele – und schreib sie auf 📝

Es gibt 5 Kriterien, nach denen man Ziele formulieren kann – man nennt sie SMART:

  • S – Spezifisch: Formuliere so konkret und präzise wie möglich (z.B.: Veröffentlichung des ersten Buches als eBook)

  • M – Messbar: Fasse das Ziel in eine messbare Einheit (z.B.: Erreichter Umsatz, Anzahl geschriebener Seiten)

  • A – Aktivierung: Das Ziel sollte dich motivieren und für dich relevant sein

  • R – Realistisch: Es macht absolut keinen Sinn, sich ein Ziel zu stecken, von dem du vermutest, dass du es nicht erreichen kannst – das würde dich komplett demotivieren (das Ziel sollte also nicht zu leicht und nicht zu schwer zu erreichen sein)

  • T – Terminiert: Das bedeutet, dass klar sein sollte, zu welchem Zeitpunkt das Ziel erreicht ist bzw. gemessen werden kann (z.B.: Erreichung bis 31.12., innerhalb von 3 Monaten)


3. Suche dir eine konkrete Zielgruppe, die du ansprechen möchtest

Diese Aufgabenstellung ist – gerade bei Kinderbüchern – gar keine leichte. Als Autorin und v.a. (Selbst)Verlegerin wird man nicht darum herumkommen, sich mit mehreren Zielgruppen auseinanderzusetzen: den Lesern (das sind die Kinder), den Käufern (darunter kann man die Endkunden, aber auch der Handel verstehen) und den Influencern (Personen, die das Lese- oder Kaufverhalten beeinflussen, wie z.B. die Medien oder Lehrer).


Wenn du es – wie ich – mit mehreren Zielgruppen zu tun hast, solltest du dir für jede von ihnen jeweils eigene Ziele stecken – und genau darauf bezieht sich mein Tipp: Wenn du ein Kinderbuch schreiben willst, dann musst du vorher entscheiden, für welche Leser es sein soll. 👧🏼👦🏻🧒🏽👶👩🏾‍🦱🧑🏻‍🦰


Meine Titel sind für Kinder im Volksschulalter, konkret um die 8 Jahre – sie können bereits gut lesen, mögen aber noch gerne Illustrationen und kurze Kapitel. Deine Zielgruppen könnten z. B. Kinder sein, die gerade Lesen lernen. Daraus ergibt sich dann die Sprache und der Wortschatz, den du für deine Geschichte wählst, der Umfang und auch die Aufmachung des Buches.

👉🏻 Möchtest du mehr über das Thema Zielgruppe und Genre-Unterteilung bei Kinderbüchern wissen? Sollte ich dazu eine eigene Podcast-Folge aufnehmen? Dann hinterlass doch bitte unter dem Beitrag ein Kommentar!

4. Erstelle einen detaillierten Plan – für einige Monate im Voraus 📅📅📅

Der Zeithorizont für deine grobe Planung sollte 2 bis 3 Jahre betragen, vor allem, weil Bücher langfristige Projekte sind. Bei meinen gedruckten Titeln rechne ich bis zur Fertigstellung mit einer Dauer von ca. einem Jahr. Das kann natürlich alles variieren, aber jetzt mal als Orientierung.


Einen richtig detaillierten Plan solltest du jedenfalls für ein Quartal, also drei Monate, im Voraus haben. Oder noch konkreter: einen Monat solltest du deine Todos auf Tagesebene planen, die restlichen zwei auf Wochenebene.


Ich selbst muss mich hier immer wieder an der Nase nehmen! Ich mache sehr viel selbst und habe meine eigenen Timings schon so oft verschieben müssen ... Ich kann behaupten: Ich habe immer wieder einen starken Hang zur Prokrastination 🤣. Aber mit der Zeit wird es besser und die Disziplin wächst 🌱!


5. Nimm dir Zeit – damit du deinen Plan umsetzen kannst

Bei neuartigen Aufgaben passiert es regelmäßig, dass man mehr Zeit für sie benötigt, als man eingeplant hatte. Ich habe beispielsweise gerade meinen Newsletter-Provider gewechselt und war zwei Tage komplett unproduktiv, weil ich das System noch nicht kannte – oder anders gesagt: Es wollte nicht, wie ich mir das vorgestellt habe 😤.

Tipp: Wenn du neue Aufgaben angehst, die du in Zukunft wiederholen wirst, dann hilft es, die Zeit zu notieren, die du für die Umsetzung benötigst. Dann hast du für deine Planung schon einen Anhaltspunkt. ⏱ Ich selbst arbeite mit meinem iPhone und der App WorkingHours, aber es gibt auch noch Work und BeFocused, die schön simpel sind und dafür geeignet. Hubspot hat hier noch 11 App-Empfehlungen zur Zeiterfassung (kostenlos) >>

6. Überprüfe deine Arbeit anhand deines Plans – und hinterfrage sie ab und an

Ein wichtiger Punkt und ebenfalls etwas, das ich 2019 total vernachlässigt habe: die Analyse 📊. Sei es bei den Umsätzen oder bei Views und Klicks – ich habe mich viel zu wenig im Detail damit beschäftigt. Jetzt ist es wieder regelmäßig im Kalender eingeplant. ✔️


7. Wiederhole – und wiederhole ... bis es zur Routine wird 🔁



Das waren meine 7 Tipps für dich.


Ich hoffe, der eine oder andere Punkt war für dich hilfreich.


Tipp: Falls du dich intensiver mit dem Thema auseinandersetzten möchtest, dann schau dir den Beitrag von Johanna Fritz an. (Unbezahlte Werbung / Persönliche Empfehlung) Hier geht´s lang >>

Solltest du mit dem konkreten Gedanken spielen, selbst ein Buch zu schreiben, oder vielleicht sogar als Selfpublisher eigenständig zu veröffentlichen 👍🏻, dann hör in meinen Podcast rein: Da starte ich nämlich in zwei Wochen mit konkreten Inhalten zu diesem Thema.

Bis dahin kannst du ja die Zeit nutzen, und einen ersten Plan für dich erstellen! 😃



Meine Podcast-Folge zum Thema "Fokus" kannst du auch auf Youtube abrufen:


Buchtipp: In "Master your Focus" von Thibaut Meurisse wird das Thema eingehend behandelt. Der Autor erklärt, was Fokus ist, wie man ihn entwickelt, richtig plant, Prokrastination verhindert und nennt 17 Strategien um den eigenen Fokus nochmal zu verbessern. Das Buch ist in englischer Sprache verfasst. (Unbezahlte Werbung / Persönliche Empfehlung)


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