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  • Nora

Schreibtipps von J. K. Rowling

Aktualisiert: Sept 22

Ab und an habe ich Zeit, mir auf Youtube ein paar Videos über das Schreiben oder Marketing anzusehen. Letztens bin ich über eine Zusammenstellung von Schreibtipps von Harry Potter-Autorin J. K. Rowling gestoßen. Das Original-Video habe ich am Ende des Posts eingebettet, es ist in englischer Sprache.

Normalerweise würde ich das jetzt nicht einfach re-posten, aber warum nicht von den Besten bzw. Erfolgreichsten lernen? Gleichzeitig habe ich mir die Frage gestellt, wie sehr ich diese Tipps bereits beachte bzw. beherrsche.



Hier also die 7 Tipps, die in dem Video angeführt wurden


1. Schreibe, wann immer du Zeit hast

Ui, Nora, schon beim ersten Punkt durchgefallen! Obwohl ich diesem grundsätzlich inhaltlich vollkommen zustimme, so komme ich aus meiner Haut nicht raus: Ich pflege eine Art Hass-Liebe zum Schreiben. Also nein, ich schreibe nicht immer, wenn ich Zeit habe. Auf andere Arbeit (als Self-Publisher) oder meine Tochter kann ich mich ja nicht ausreden („wann immer du Zeit hast“). Trotzdem: Ich übe immerhin, wenn ich Blog-Beiträge verfasse ...


2. Plotte deine Geschichte im Voraus

Ok, da bin ich dabei! Ich bin grundsätzlich der Planung sehr zugetan. Ich kann mich genau erinnern, als Kind den Film „Tommyknockers“ von Steven King gesehen zu haben (ja, als Kind! Ich hatte immer schon einen Fetisch für Horror). Als ich das Ende sah, dachte ich nur: Dem ist einfach nichts eingefallen – klarer Fall von: Geile Idee, Geschichte geschrieben, am Ende angekommen und keine Ahnung, wie man das Ding beendet. Wenn ich damals schon gewusst hätte, wer Steven King ist, hätte ich eventuell weniger streng geurteilt, aber die Erkenntnis hat sich bei mir eingebrannt. Ich bin übrigens der Überzeugung, dass der Plot das absolut Wichtigste an einer Geschichte ist. Wenn man hierfür ein Talent hat, dann ist das absolut unbezahlbar! Denn: Zu Schreiben lernt man – spätestens mit viel Übung – und ein guter Lektor kann noch so viel rausholen.


3. Versteife dich nicht auf deinen ersten Entwurf

Definitiv ja. Hierzu gibt es ja auch zahlreiche Tipps, wie man die Überarbeitung der eigenen Texte angehen sollte. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich einen meiner Titel viel zu rasch herausgebracht habe – mir also nicht ausreichend Zeit für die Überarbeitung gelassen habe. Was soll ich sagen? Seit der Veröffentlichung warte ich auf die 2. Auflage. Auch, wenn ich der Überzeugung bin, dass man schlichtweg ewig an seinen Werken herumdoktern könnte, so sieht der Prozess bei meinen Büchern mittlerweile so aus: Schreiben – Pause – 1. Überarbeitung – Pause – 2. Überarbeitung – Lektorat – 3. Überarbeitung – Lektorat – finale Version. Da ist noch viel Luft nach oben, aber man braucht schließlich auch Ziele für die Zukunft.


4. Verrate nicht gleich die ganze Geschichte

Dieser Punkt bezieht sich auf Reihen. Die Idee ist, „Lücken“ zu hinterlassen, um: 1. die Spannung zu erhalten und 2. diese erst in späteren Bänden zu schließen. Damit wird der Leser von einem Band zum nächsten gezogen.


5. Das Thema sollte dich begeistern

Oder: Begeistere dich für dein Thema. Ich glaube, dem kann man nur beipflichten: Es ist so viel leichter, zu schreiben, wenn es Spaß macht, oder? Willst du also richtig produktiv sein, so suche dir Themen, die dich begeistern.


6. Halt den Adverbien!

OMG! Das hatte ich mir noch nie angesehen. Also gut, daran kann ich definitiv noch arbeiten. Definitiv auf der Checkliste, wenn ich die erste fiktionale Geschichte schreibe!


7. Beende jedes Kapitel mit einem offenen Ende (Cliffhanger)

Ich habe gerade meinen letzten Titel zur Hand genommen und abgezählt: Das kann ich zu 80% bejahen. Ok, nicht perfekt, aber schon ganz gut. Ab sofort habe ich das aber definitiv am Schirm!



Fazit: Auf der einen Seite sind solche Tipps sehr inspirierend. Es kann sehr hilfreich sein, sich eine Hand von Punkten auf eine Checkliste zu setzen, an der man sich dann orientiert. Gleichzeitig zeigt eine Selbst-Inventur mir auch auf, wie viel es noch zu lernen gibt!

Tja, ohne Übung kein Meister (auch, wenn es gar keine Garantie für den Meister gibt)!



Hier das Video:


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