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LANGE NACHT DER MUSEEN 2017

09.10.2017

Auch dieses Jahr waren wir wieder dabei, bei der Langen Nacht der Museen. Und wieder haben wir uns Museen ausgesucht, die wir im Alltag nicht besuchen würden bzw. könnten. Gerade dort liegt der Charme der Langen Nacht, denn plötzlich sind diese sonst so stillen Orte ganz mit Leben erfüllt. 

Unsere diesjährige Auswahl fiel auf das Palais Liechtenstein, das Schuhmuseum und das Bäckermuseum. 

 

 

Palais Liechtenstein

 

Das rund 300 Jahre alte Palais befindet sich im Privatbesitz der Familie Liechtenstein und wurde erst vor einigen Jahren komplett saniert. Im Erdgeschoss wurden die Bibliotheksräume mit ihren rund 100.000 Büchern geöffnet, im ersten Stock befinden sich der Herkules-Saal sowie die fürstliche Gemäldesammlung.

 

Letztere umfasst zahlreiche Hauptwerke der europäischen Kunst aus Frührenaissance bis Biedermeier und gehört zu den bedeutendsten Privatsammlungen der Welt. Kaum zu fassen – es können Werke von Rubens, Rembrandt, van Dyck, Cranach und Raffael bewundert werden! Auch das wertvollste Möbelstück kann hier bewundert werden: das Badminton Cabinet.

 

 

Ebenfalls im 1. Stock des Gartenpalais befindet sich ein über 500qm großer Barocksaal, der Herkules-Saal, in dem an diesem Abend eine ganz besondere Stimmung herrschte. Auf Podesten lagen Sitzsäcke mit Feldstechern, welche es ermöglichten, das Deckenfresko genau zu studieren. Eine Bar, leise klassische Musik im Hintergrund – eine wahre Chill-out Area. Hier hätten wir noch leicht eine weitere Stunde verweilen können.

 

Für Kinder gab es außerdem noch die Möglichkeit Porzellangeschirr selbst zu bemalen. JULIE war natürlich fleißig dabei. 

 

 

Schuhmuseum

 

In diesem kleinen Wunderkabinett können Schuhe aus mehreren Jahrhunderten und aus allen Teilen der Welt bewundert werden – von den Jagdstiefeln des Kaisers Franz Joseph, über Sisis Seidenschuhe bis hin zu den Crazy Shoes, den verrücktesten Schuhkreationen Europas. Zu jedem Objekt gibt es eine Geschichte zu erzählen. Zu den Exponaten zählen auch ein paar historische Werkzeuge.

 

 

Im Hof des Museums konnte man außerdem einen Lehrling bei der Anfertigung eines Schuhs zusehen. Hier erfuhren wir, dass ein einziges handgemachtes Stück eine ganze Arbeitswoche (40h) verschlingt. 

 

 

Bäckermuseum

 

Das wirklich winzigkleine Museum befindet sich im Gebäude der Wiener Bäckerinnung im 8. Bezirk, das seit dem Jahr 2000 als Zentrum des Wiener Lebensmittelgewerbes dient. Die Geschichte der Innung geht bis 1227 zurück, als sie das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Vor Ort werden alte Geräte und v.a. alte Dokumente ausgestellt. Unter anderem ist auch eine Unterschrift von Maria Theresia, mit Siegel, zu sehen.

Und doch – trotz der geringen Größe des Museums – war hier die "Hölle" los: der Festsaal war zum ersten Mal öffentlich zugänglich, es gab Dokumentationen zum historischen Handwerk zu sehen und es war eine Kinderwerkstatt eingerichtet worden.

 

 

Mit diesem Andrang hatte das Haus allerdings offenbar nicht gerechnet: Die bis 21:00 geplanten Backvorführungen wurden nicht nur von den Kids massiv genutzt – auch die Erwachsenen standen mehr als eine halbe Stunde an, um auch ein wenig mitzumachen. Um 23:00 tummelten sich noch immer Menschentrauben am Eingang und die Backstube war notorisch überfüllt.

 

Dort durfte man sich nämlich auch selbst die Hände schmutzig machen: Wir waren mit Semmeln, Striezel und Marzipan-Rose dabei. Als Geschenk gab es noch einen Sack frisch gebackenes Brot und Gebäck für Zuhause – es war ein Hit!

 

 

Fazit

 

Es wurde tatsächlich eine lange Nacht: Wir waren bis 23:30 unterwegs. 

 

Für all jene, die dieses besondere Ereignis noch nicht miterlebt haben: wir können es nur empfehlen! Viele aufgeregte und begeisterte Kinder sind bis in die Nachtstunden unterwegs und trotz der kühlen Temperaturen tummeln sich jede Menge Leute auf den Straßen. Eine wunderbare Stimmung!

 

2018 unbedingt wieder im Kalender notieren!

 

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